Mundloch jenseits des Stollenbeginns in Risswerk des 18. Jhd.

... für den Rest, der sonst nicht passt.
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erzbergbau
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Name: Helge Steen

Mundloch jenseits des Stollenbeginns in Risswerk des 18. Jhd.

Beitrag von erzbergbau »

Hallo zusammen,

ich habe eine Frage zu einer ungwewöhnlichen Darstellung des Mundlochbereichs von eingemessenen Stollen in einigen Rissen aus den Jahren um 1785 im Schwarzwald. In fast allen Rissen, die ich kenne, ist die Mundlochsignatur am Beginn des Stollenverlaufs. Nun liegen 3 Risse aus dem Südschwarzwald vor, die alle von derselben Person (einem Steiger aus Hofsgrund am Schauinsland) im Auftrag des vorderösterreichischen Bergrichters angefertigt wurden. Bei den Stollen reicht der Stollenverlauf deutlich über das Mundloch hinaus. Zuerst bestand der Verdacht, dass das eine Eigenart von Risswerk aus dem k.u.k. Raum ist, was nach Aussage von Experten der Montanuniversität Leoben nicht der Fall ist - sie haben so etwas noch nie gesehen.
Denkbar wäre hier zunächst eine Rösche, die vor dem Mundloch weiterführt. Oder das Mundloch ist eben, aus welchen Gründen auch immer, nach hinten versetzt dargestellt, evtl. dort, wo der hölzerne Vorbau endet und der Stollen ins feste Gestein tritt. Denkbar wäre auch ein Huntlauf, der aus dem Stollen hinausführt.
Verdächtig finde ich, dass das Mundlochsymbol jeweils von einer horizontalen schwarzen Linie begleitet wird, die normalerweise auf Höhennivellements hindeutet.
Um die Spekulation eventuell zu beenden möchte ich mich bei euch erkundigen, ob Ihr eine solche Darstellung auf Risswerk schon einmal gesehn habt und/oder eine eindeutige Interpretation dieser Darstellung kennt.

Danke und beste Grüße,
Helge
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